Zur Beantwortung der Frage, wann etwas als Wissenschaft gelten kann, d.h. wodurch sich Wissenschaft von Nicht- bzw. Pseudowissenschaft unterscheidet, eruierten wir wichtige Merkmale von Wissenschaftlichkeit: klare Begriffe und Terminologie, empirische Belege, explizit angegebene Methoden sowie klare und eindeutige Fachbegriffe bzw. Termini.

Besondere Relevanz kommt der Frage nach der wissenschaftlichen Überprüfbarkeit zu: Wissenschaftliche Aussagen müssen so formuliert sein, dass andere sie nachvollziehen, überprüfen und gegebenenfalls widerlegen können. Dazu gehören die Suche nach Fehlern, die Dokumentation des Vorgehens und die Bereitschaft, eine Theorie weiterzuentwickeln oder zu korrigieren.

Bei vielen in der im Dokumentarfilm „Die Mondverschwörung“ dargestellten Pseudotheorien scheint ein Feindbild Ausgangspunkt der Erklärung zu sein: Die Welt wird in ein „Wir“ und ein „Ihr“ geteilt. Gegenargumente werden dadurch nicht notwendig als Widerlegung der eigenen Annahmen verstanden, sondern können in das bestehende Erklärungssystem integriert werden. So entsteht ein geschlossenes Weltbild, das sich nur schwer durch Gegenbelege verändern lässt. Für die Forderung nach wissenschaftlicher Überprüfbarkeit kann gleichsam Nietzsches „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker“ stehen: Während wissenschaftliche Theorien prinzipiell an Gegenbelegen scheitern können, immunisieren sich verschwörungstheoretische Erklärungen gerade durch Zusatzannahmen weiter.

Dies lässt sich auch an Social-Media Bubbles beobachten. Dort können sich Deutungsräume bilden, in denen vor allem solche Informationen wahrgenommen werden, die die eigene Sichtweise bestätigen. Dadurch wird es schwieriger, mit anderen Positionen in Kontakt zu kommen und die eigenen Überzeugungen zu hinterfragen.

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