Windräder töten massenhaft Vögel, das ist den Klimaschützern aber gleichgültig. Doppelmoral!
2025 wurden etwa 31,5 % des deutschen Stromverbrauchs durch Windenergie gedeckt. Damit hatte diese Form der Energiegewinnung den größten Anteil an der Stromerzeugung, mehr als alle anderen erneuerbaren Formen der Stromerzeugung zusammen. [1] Gleichzeitig sterben durch Kollisionen mit Windenergieanlagen jedes Jahr Vögel aus verschiedensten Arten. Kritiker sehen darin ein moralisches Problem: Einerseits wird der Schutz des Klimas als zentrales Ziel benannt, andererseits werden für den Ausbau von Windrädern Risiken für bestimmte Tiere in Kauf genommen.
Laut Schätzungen des Naturschutzbunds Deutschlands (NABU) sterben jährlich rund 100.000 Vögel durch Kollisionen mit Windkraftanlagen. [5] In Deutschland sind knapp 29.000 Windenergieanlagen installiert. Das entspricht durchschnittlich weniger als vier Vögeln pro Anlage und Jahr. Im Vergleich zu den immensen Verlusten von fast einer Viertelmilliarde Vögeln durch Kollisionen mit Glasscheiben, den Straßen- und Bahnverkehr sowie freilaufende Hauskatzen, erscheint diese Zahl vergleichsweise gering. [2]
Zum bestmöglichen Schutz von Vögeln gibt es strenge Auflagen bei der Auswahl eines Standorts für Windkraftanlagen. Dabei werden Flugrouten sowie Schutz- und Brutgebiete genau untersucht. [3] Außerdem werden bestimmte Antikollisionssysteme getestet, die mithilfe von Radar und Kameras Vögel erkennen, und die Windkraftanlage automatisch abschalten, bevor es zur Kollision kommt. Dies ist besonders wichtig und auch nur möglich, da vor allem große Greifvögel wie der Rotmilan von Zusammenstößen mit Rotorblättern betroffen sind. [4] Ein weiterer Ansatz zur Verringerung von Kollisionen besteht darin, die Rotorblätter sichtbarer zu gestalten. [2]
Insgesamt unterliegt der Bau von Windkraftanlagen strengen gesetzlichen Vorgaben, insbesondere bei der Standortwahl. Im Vergleich zu anderen Ursachen sterben nur relativ wenige Vögel am Zusammenstoßen mit Rotorblättern. Trotzdem ist es wichtig, dass Greifvögel wie der Rotmilan besser geschützt werden, beispielsweise mit Sensoren, die die Anlagen automatisch abschalten können.
Quellen:
1. Strom-Report Strommix 2025 (zuletzt aufgerufen am 11.07.26): https://strom-report.com/strommix/
2. ENBW Windräder und Vögel (zuletzt aufgerufen am 11.07.26): https://www.enbw.com/unternehmen/themen/windkraft/windraeder-und-voegel.html
3. Windrat Broschüre Deutschland gewind! (zuletzt aufgerufen am 11.07.26): https://wind-rat.de/wp-content/uploads/broschuere-deutschland-gewind.pdf
4. Energieatlas Bayern Vogelschlag durch Windräder (zuletzt aufgerufen am 11.07.26): https://www.energieatlas.bayern.de/erneuerbare-energien/windenergie/wissen/natur/vogelschlag
5. NABU: Das große Vogelsterben (zuletzt aufgerufen am 26.08.26): https://www.nabu.de/ tiere-und-pflanzen/voegel/gefaehrdungen/24661.html