Julian Url – Aka Journal ../../../index.html Deutsche SchülerAkademie Schwäbisch Gmünd 2026-1 Tue, 08 Sep 2026 08:31:03 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 https://doku1.schuelerakademien.de/wp-content/uploads/2026/07/favicon-150x150.png Julian Url – Aka Journal ../../../index.html 32 32 Übernachtungs KüA ../../../kuea/uebernachtungs-kuea/index.html ../../../kuea/uebernachtungs-kuea/index.html Tue, 08 Sep 2026 08:27:54 +0000 ../../../index.html Am Montag, den 17. August, hat die Übernachtungs-KüA im Bistro stattgefunden.

Warum in den eigenen Betten schlafen, wenn man auch im gemütlichen Bistro nächtigen kann? Gegen 2:00 Uhr nachts fassten wir 6 den Entschluss ihre Zimmer gegen den Boden des Bistros einzutauschen.

Nachdem wir die Matratzen endlich nach oben geschleppt haben, konnten wir uns im Raum verteilen. Mit bester Laune verwandelten wir den Gemeinschaftsraum in ein Matratzenlager fast wie auf einer Berghütte. Nach langen Spät-Nachts-Gesprächen und einigen lustigen Fotos kehrte tatsächlich Ruhe in.

Erst um halb 8 wurden wir von einem Wecker aus unserem friedlichen Schlaf gerissen. Morgens hieß es dann nur wieder Matratzen nach unten bringen und schnell zum Frühstück.

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Klimamythos: Vögel vs. Windkraft ../../../kurs-2/klimamythos-voegel-vs-windkraft/index.html ../../../kurs-2/klimamythos-voegel-vs-windkraft/index.html Thu, 27 Aug 2026 21:00:00 +0000 ../../../index.html Windräder töten massenhaft Vögel, das ist den Klimaschützern aber gleichgültig. Doppelmoral!

2025 wurden etwa 31,5 % des deutschen Stromverbrauchs durch Windenergie gedeckt. Damit hatte diese Form der Energiegewinnung den größten Anteil an der Stromerzeugung, mehr als alle anderen erneuerbaren Formen der Stromerzeugung zusammen. [1] Gleichzeitig sterben durch Kollisionen mit Windenergieanlagen jedes Jahr Vögel aus verschiedensten Arten. Kritiker sehen darin ein moralisches Problem: Einerseits wird der Schutz des Klimas als zentrales Ziel benannt, andererseits werden für den Ausbau von Windrädern Risiken für bestimmte Tiere in Kauf genommen.

Laut Schätzungen des Naturschutzbunds Deutschlands (NABU) sterben jährlich rund 100.000 Vögel durch Kollisionen mit Windkraftanlagen. [5] In Deutschland sind knapp 29.000 Windenergieanlagen installiert. Das entspricht durchschnittlich weniger als vier Vögeln pro Anlage und Jahr. Im Vergleich zu den immensen Verlusten von fast einer Viertelmilliarde Vögeln durch Kollisionen mit Glasscheiben, den Straßen- und Bahnverkehr sowie freilaufende Hauskatzen, erscheint diese Zahl vergleichsweise gering. [2]

Zum bestmöglichen Schutz von Vögeln gibt es strenge Auflagen bei der Auswahl eines Standorts für Windkraftanlagen. Dabei werden Flugrouten sowie Schutz- und Brutgebiete genau untersucht. [3] Außerdem werden bestimmte Antikollisionssysteme getestet, die mithilfe von Radar und Kameras Vögel erkennen, und die Windkraftanlage automatisch abschalten, bevor es zur Kollision kommt. Dies ist besonders wichtig und auch nur möglich, da vor allem große Greifvögel wie der Rotmilan von Zusammenstößen mit Rotorblättern betroffen sind. [4] Ein weiterer Ansatz zur Verringerung von Kollisionen besteht darin, die Rotorblätter sichtbarer zu gestalten. [2]

Insgesamt unterliegt der Bau von Windkraftanlagen strengen gesetzlichen Vorgaben, insbesondere bei der Standortwahl. Im Vergleich zu anderen Ursachen sterben nur relativ wenige Vögel am Zusammenstoßen mit Rotorblättern. Trotzdem ist es wichtig, dass Greifvögel wie der Rotmilan besser geschützt werden, beispielsweise mit Sensoren, die die Anlagen automatisch abschalten können.

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Interview mit Dr. Holger Röhm: Organische Solarzellen und Perowskit-Zellen ../../../kurs-2/interview-mit-dr-holger-roehm-organische-solarzellen-und-perowskit-zellen/index.html ../../../kurs-2/interview-mit-dr-holger-roehm-organische-solarzellen-und-perowskit-zellen/index.html Thu, 27 Aug 2026 19:00:47 +0000 ../../../index.html Vorwort

Dr. Holger Röhm forscht am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unter anderem an organischen Solarzellen und Perowskit Solarzellen – also zwei Arten von Dünnschicht-Solarzellen. Wir haben uns im Vorfeld dazu informiert und ein Experteninterview mit ihm geführt. Im Folgenden sind die Inhalte des Gesprächs aufgeführt, in dem organische Zellen und Perowskit-Zellen mit den Siliziumzellen verglichen werden.

Interview

Perowskit-zellen funktionieren ähnlich wie Siliziumzellen: Durch den photovoltaischen Effekt werden Elektronen angelegt und durch eine Raumladungszone abtransportiert und durch einen Widerstand geleitet.

Besonders dabei: die Zellen sind etwa 100-mal dünner und damit leichter, was Vorteile bei der Montage mit sich bringt. Trotz kurzer Entwicklungszeit erreichen sie erstaunlich hohe Wirkungsgrade von bis zu 35%. Außerdem können die Perowskit-Materialien manipuliert werden, dass sie nur bestimmte Lichtstrahlen absorbieren. Somit werden Multi-Junction-Systeme bzw. Tandemzellen möglich, bei denen Perowskitzellen über Siliziumzellen montiert sind. Auf diese Weise könnten theoretisch Wirkungsgrade bis zu über 80% erzielt werden, so weit ist die Forschung aber noch nicht.
Nachteile der Perowskitzellen ist primär die bisher noch schlechte Haltbarkeit und manche Inhaltsstoffe wie das Schwermetall Blei. Durch eine weit ausgebaute und kosteneffiziente Siliziumzellenproduktion v.a. in China ist die Perowskit-zelle auch noch weit davon entfernt, konkurrenzfähig zu werden. Allerdings gibt es bereits heute Anwendungen in der Forschung oder auf für Siliziumzellen ungeeignete Flächen, in denen Perwoskit-zellen zum Einsatz kommen.

Organische Solarzellen bestehen aus organischem Material (v.a. Kohlenstoff-moleküle) und werden auf andere Weise dotiert als Perowskit-Zellen. Statt sie durch Metalle zu “verunreinigen”, werden sie mit bestimmten Kunststoffketten angereichert, die die Elektronen zu den Polen leiten.

Organische Zellen haben den Vorteil, dass sie aus umweltfreundlicheren Materialien bestehen und der Materialverbrauch insgesamt eher niedritg ist. Außerdem sind sie flexibel und noch lichtdurchlässiger als Perowskitzellen, was eine Anwendung auf Glasdächern auf Gewächshäusern denkbar macht.
Allerdings erreichen organische Zellen bisher nur geringere Wirkungsgrade von bis zu 21%. Außerdem ist die Herstellung im Vergleich zu Siliziumzellen noch nicht konkurrenzfähig und sind ebenfalls nicht so langlebig wie Siliziumzellen.

Siliziumzellen überzeugen also vor allem durch ihre Langlebigkeit, die vergleichsweise hohen Wirkungsgrade und die günstige Produktion. Trotzdem sieht Röhm die Möglichkeit, dass Perowskitzellen in Zukunft eine gute Alternative zu Siliziumzellen sein könnten und dass organische Zellen in bestimmten Anwendungsbereichen Verwendung finden.

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Interview mit Jonas Grunwald: Wasserstoff in der Industrie  ../../../kurs-2/interview-mit-jonas-grundwald-wasserstoff-in-der-industrie/index.html ../../../kurs-2/interview-mit-jonas-grundwald-wasserstoff-in-der-industrie/index.html Thu, 27 Aug 2026 13:00:00 +0000 ../../../index.html Einleitung 

Parallel zur Forschung an Anwendungen, Transport und Herstellungsverfahren von Wasserstoff steigt das Interesse der Industrie zur Nutzung dieser Technologien. Hierzu ziehen Unternehmen Fachfirmen mit Beratern wie Jonas Grunwald von Horváth heran, die sich auf die Umstrukturierung und Zukunftssicherung großer und mittelständischer Betriebe spezialisiert haben. 

Inhalt 

Wasserstoff wird in der Industrie zu verschiedenen Zwecken genutzt: Zum einen als Rohstoff, um in chemischen Verfahren neue Stoffe herzustellen. Zum anderen dient Wasserstoff als Energiespeicher, er kann nämlich bei einem Überschuss an erneuerbarem Strom billig produziert werden und bei Strommangel wieder in elektrischen Strom umgewandelt werden. Des Weiteren kann Wasserstoff zur Wärmegewinnung verbrannt werden, dies geschieht v.a. in der hitzeintensiven Stahlproduktion. 

Die Wirtschaftlichkeit der oben genannten Möglichkeiten ist allerdings branchenabhängig, sodass nur wenige Industriezweige eine sinnvolle Verwendungsmöglichkeit finden. So ist die Nutzung von Wasserstoff als Rohstoff meist gewinnbringender als die als Energiespeicher/-lieferant. 
Allerdings kann eine Nutzung der fortschrittlich erscheinenden Energiegewinnung aus Wasserstoff als Werbung für das Unternehmen bzw. das entsprechende Produkt verwendet werden. Hier ist es besonders förderlich, wenn bspw. mit der Nutzung grünen Wasserstoffs geworben wird.  
Neben grünem Wasserstoff, der mit Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wird, unterscheidet man zwischen zahlreichen Arten der Herstellung. Am bekanntesten sind grauer Wasserstoff, der mithilfe fossiler Energieträger erzeugt wird, und blauer Wasserstoff, bei welchem bei der Produktion entstehendes CO2 abgefangen und gespeichert wird. Mit diesem Verfahren lässt sich Wasserstoff billig und in großen Mengen herstellen; grüner Wasserstoff hingegen wird zur Erreichung der Klimaziele staatlich gefördert. 

Die Umstrukturierung auf Wasserstoff wird in Deutschland generell staatlich vorangetrieben, neben Förderungen und Subventionen, auch durch einen Ausbau des Wasserstoffnetzes zum Transport. Häufig wird dafür das bestehende Gasnetz umgebaut. 
Durch diese Errungenschaften ist es gelungen Deutschland zu einer führenden Nation im Bereich Wasserstoff zu transformieren. 
Jedoch besteht die Gefahr, dass die Größe des Netzes den Bedarf übersteigt, zumal Wasserstoff aufgrund der hohen Kosten in der privaten Nutzung, also zum Heizen und in Pkws, und auch für viele Unternehmen nicht sinnvoll ist. 

Häufig hat dies den Grund, dass die Investitionen für die Unternehmen zu schwerwiegend und mit einem hohen Risiko verbunden sind. Bei einer Umstellung muss sehr umsichtig gehandelt werden, da beim Einkauf von Wasserstoff, beim Ausbau der Infrastruktur und auch beim Verkauf meist eine hohe Abhängigkeit von nur wenigen Partnern besteht.  

Die größte Konkurrenz zum Wasserstoff sind aber die erneuerbaren Energien selbst, da der durch sie produzierte Strom günstiger und mindestens ebenso umweltfreundlich ist. Durch eine direkte Nutzung der Energie ohne Übertragung auf Wasserstoff hat man auch geringere Verluste, sodass es sich für die viele Unternehmen schlicht nicht lohnt für Investition von Millionen von Euro auf Wasserstoff umzusteigen.  

Die effizienteste Anwendung für Wasserstoff ist die Verwendung als „Baumaterial“ für neue Kohlenwasserstoffmoleküle, die zusammen mit aufgefangenem CO2 aus Verbrennungsprozessen gebildet werden können; es findet also eine Art Recycling von CO2 statt. Dieser Methode kommt aufgrund der knapper werdenden Vorräte fossiler Brennstoffe immer mehr Aufmerksamkeit zu. 
Verschiedene Projekte zu dieser Thematik stehen allerdings noch am Anfang ihrer Entwicklung und sind vermutlich in Deutschland aufgrund der vielen benötigten Energie, die zu hohen Preisen gekauft werden muss, nicht rentabel, aber vielleicht in Zukunft in anderen Ländern denkbar. 

Fazit 

Aus dem Gespräch mit Jonas Grunwald lässt sich zusammenfassen, dass Wasserstoff heute wie auch in Zukunft für bestimmte Branchen eine sinnvolle, aber gerade wegen der hohen Kosten wohl zu überdenkende Alternative zu anderen Energieträgern bildet. Die profitabelste Verwendung bleibt jedoch diese als Rohstoff, da für energiebedürftige Prozesse der Einkauf der Energie in Form von Strom aus Erneuerbaren wirtschaftlich und ökologisch günstiger ist. 

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