Felix Resch – Aka Journal ../../../index.html Deutsche SchülerAkademie Schwäbisch Gmünd 2026-1 Fri, 04 Sep 2026 13:23:44 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 https://doku1.schuelerakademien.de/wp-content/uploads/2026/07/favicon-150x150.png Felix Resch – Aka Journal ../../../index.html 32 32 Fußmasken KüA ../../../kuea/fussmasken-kuea/index.html ../../../kuea/fussmasken-kuea/index.html Fri, 04 Sep 2026 11:59:23 +0000 ../../../index.html Am Mittwoch, dem 26.08.2026, hat die KüA „Fußmasken“ stattgefunden.
Es ist keine Geheimsprache und kein Code, sondern tatsächlich für seidig glatte Haut!
Sechs männliche Teilnehmer, zwei weibliche und zwei Kursleiter versammelten sich in der Küche, um Himbeer-Bananen-Geruch bei entspannender Musik über ihre Füße aufzunehmen.

Während drei weitere Buben von edler Abstammung Pfannkuchen buken und sie mit den Fußmaskenliebhabern teilten, genossen die in Creme Versunkenen eine entspannende Fuß-Traumreise, die von dem Leiter der Runde gesprochen wurde.  

Insgesamt wurden die Füße 20 Minuten lang behandelt. Nach den ersten zehn sprachlich begleiteten Minuten unterhielten sich die Maskierten angeregt: Es ging um Körpergrößen,  Fußpflegeroutinen und Pferde von Fußballvereinen.  

Nach den 20 Behandlungsminuten wollte keiner gehen. Die Glibschfüßler blieben im Kreis sitzen, genossen ihre entspannten, weichen Füße und schauten sich ein letztes Mal tief in die Augen, bevor die ersten aufstanden und ihres Weges gingen. Langsam leerte sich die Runde und alle waren zufrieden und weich.

]]>
../../../kuea/fussmasken-kuea/feed/index.html 0
Freundebuch KüA ../../../kuea/freundebuch-kuea/index.html ../../../kuea/freundebuch-kuea/index.html Fri, 04 Sep 2026 11:57:40 +0000 ../../../index.html Es war nicht ein Termin, sondern eine Idee. Eine Teilnehmerin hatte ein Freundebuch dabei und fragte die anderen Teilnehmer, ob sie sich eintragen wollten. Inspiriert davon stießen weitere Teilnehmer durch Zufall im gegenüberliegenden Laden auf noch mehr Freundebücher. Dass es Pferde- oder Feen-Freundebücher waren, war egal – es ging darum, eine Erinnerung zu haben.

Der Kontakt wurde gesichert, indem immer Instagram, Telefonnummer und E-Mail angegeben wurden (sicher ist sicher…). Am Ende wurden noch wunderschöne Bilder zum Einkleben aufgenommen, sodass alle Teilnehmer ihre Erinnerungen gesichert hatten.

Doch nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die Akademie- und die Kursleitung wurden gefragt, ob sie sich nicht auch noch einmal klein fühlen und ein Freundebuch ausfüllen wollten. 

Manchmal musste man malen: Das beste Kunstwerk, das ich gesehen und von dem ich gehört habe, wurde von Tobi – dem Tn – gemalt. Er zeichnete leicht vor, korrigierte mit bunten Stiften und man dachte, er würde nie fertig werden – doch am Ende war eine fast 1-zu-1-Kopie von Mr. Jones für immer in einem Freundebuch festgehalten. 

Schließlich gingen alle mit ihren Schriftstücken nach Hause – im Wissen, die Menschen, die ihnen am nächsten stehen, nicht zu vergessen und zu verlassen. Alles in allem ein voller Erfolg und ein wichtiges Zeichen, um seinen Sozial-Kater zu lindern.

]]>
../../../kuea/freundebuch-kuea/feed/index.html 0
Karaokeabend ../../../kuea/karaokeabend/index.html ../../../kuea/karaokeabend/index.html Fri, 04 Sep 2026 11:55:46 +0000 ../../../index.html Am Abend des 17. August – das heißt am 4. Effektiven Akademietag – ging es in der Aula das erste Mal richtig los! Unter dem Motto „Karaoke mit Chris Kramer“ und „laut, überzeugt, schief“ haben sich die Teilnehmenden versammelt. Nach einem peinlichen Auftakt durch Chris (Felix) und Benji, begleitet durch Live-Musik von der Band, trauten sich nicht nur die talentierten und geübten Sänger auf die Bühne, um ihre liebsten Songs zu performen.

Keiner hatte Angst, zu schlecht zu singen oder zu tanzen; alle hatten einfach Freude und waren offen, den Abend zu genießen. Der einzige Fehler, der an diesem Abend nicht verziehen wurde, war es, nicht mitzugrölen und mitzutanzen.

Nun aber zu zwei Korrekturen: Natürlich waren nicht nur Teilnehmende anwesend, auch die Kurs- und Akademieleitung war am Start. Denn der zweite Song, „Hallelujah“, wurde gleich von Hartmut Rosa und der Teilnehmenden Sascha gesungen. (tatsächlich sehr gut)!

Die zweite Korrektur: Zu schreiben „am Abend“, ist eine dreiste Untertreibung. Bereits von Anfang an bewiesen die Teilnehmenden ihr Durchhaltevermögen und ihre Belastbarkeit. Bis tief in die Nacht wurde gesungen und getanzt, gesungen und getanzt, gesungen und getanzt. Doch spät in der Nacht – es war etwa kurz nach 3 Uhr – musste der Abend beendet werden. Auf Wunsch der Co-Akademieleitung Hanna wurde der Song „Griechischer Wein“ gespielt. Chris performte ein letztes Mal (dieses Mal gar nicht soooo schlecht) und die letzten Verbliebenen lagen sich in den Armen.

Danach ging jedes Grüppchen seinen eigenen Weg.

​In diesem Sinne: Danke an alle Mitwirkenden, es ist eine meiner liebsten Erinnerungen! 

]]>
../../../kuea/karaokeabend/feed/index.html 0
Klimamythos: Ökologie für jeden? ../../../kurs-2/oekologie-fuer-jeden/index.html ../../../kurs-2/oekologie-fuer-jeden/index.html Thu, 27 Aug 2026 21:00:00 +0000 ../../../index.html „Ökologie muss man sich leisten können, in Deutschland können das viele nicht.“

Im Folgenden werde ich anhand von drei Beispielen diese Aussage widerlegen.

Zunächst wird erklärt, was Ökologie in diesem Kontext bedeutet:  Ökologie beschreibt in diesem Kontext das Zusammenspiel des Menschen mit seiner Umwelt. Es geht darum, als Mensch möglichst wenig in die Natur einzugreifen, um schwer kalkulierbare Langzeit zu verhindern [1].

Ein Weg seinen ökologischen Fußabdruck zu verringern, ist es die Ernährung umzustellen. Die Fleischproduktion beansprucht rund 30% der globalen Ackerflächen für sich. Besonders in Südamerika wird immer mehr Ackerland gewonnen. Dort wird der Regenwald abgeholzt, um Soja für die Tiernahrung anzubauen, denn etwa 70% des Sojas wird für Tiernahrung verwendet [2]. Die Rodung des Regenwaldes zerstört nicht nur die Biodiversität und verringert die Artenvielfalt deutlich, sondern setzt auch Kohlenstoffdioxid in erheblichen Mengen frei und verhindert eine zukünftige Bindung [2].

Dennoch ist eine Ernährung ohne Fleisch im Schnitt günstiger als eine mit. Zu diesem Schluss ist die Studie “Towards healthy and sustainable diets in Germany” [3] gekommen.

Ein weiterer Weg nachhaltiger zu leben ist es seinen eigen grünen Strom zu verwenden. Die Installation einer PV Anlage kosten 2026 in Deutschland rund 1300€ pro KWp [4]. Nach bereits 10 Jahren ist eine PV Anlage rentabel [5].

Insgesamt bedeutet das, dass man mit seinem eigenen Klima neutralen Strom Geld Sparen kann. Zwar muss man anfangs eine große Investition tätigen, dennoch ist die PV Anlage nach 10 Jahren profitabel und produziert weitere 20 bis 30 Jahre gratis Strom[6].

Darüber hinaus ist eine klimaschädigende Lebensweise auch perspektivisch teurer als eine klimafreundliche. Die erwarteten Folgekosten für Deutschland bei einem soliden Klimaschutz wird auf einen Wert von 280 Milliarden € jährlich geschätzt [7]. Doch nicht nur Zugtickets werden teurer, weil die deutsche Bahn beispielsweise überflutete Bahnhöfe haben wird, nicht nur Versicherungen werden teurer, weil es mehr Schadensersatzansprüche geben wird, aber auch die Steuersätze werden höher, weil auch öffentliche Gebäude beschädigt werden [8].  

Abschließend kann man sagen, dass eine klimafreundliche Lebensweise sogar günstiger ist als eine klimaschädliche. Durch den Verzicht auf Fleisch und das Nutzen seines eigenen grünen Stroms kann man sowohl Geld sparen als auch etwas für die Umwelt tun. Zusätzlich spart man Geld, welches nur indirekt das Leben aller teurer macht. Alles was es braucht ist etwas Mut und ein Willen.

Quellen

Ökologie | bpb.de (abgefufen 1.7.2026) [1]

https://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/ernaehrung-konsum/ernaehrung (abgerufen 5.7.2026) [2]

Eine Studie des Umweltbundesamtes: “Towards healthy and sustainable diets in Germany” (2023) (abgerufen 5.7.2026) [3]

https://www.solarwatt.de/ratgeber/photovoltaik-kosten (abgerufen 26.08.2026) [4]

https://www.vattenfall.de/infowelt-energie/solar/pv-amortisation (abgerufen 26.08.2026)  [5]

https://www.solaranlage-ratgeber.de/photovoltaik/photovoltaik-wartung/lebensdauer-einer-photovoltaikanlage (abgerufen 26.08.2026) [6]

https://www.diw.de/de/diw_01.c.450702.de/publikationen/wochenberichte/2007_11/klimawandel_kostet_die_deutsche_volkswirtschaft_milliarden.html?hl=de-DE#:~:text=Wenn%20kein%20forcierter%20Klimaschutz%20betrieben%20w%C3%BCrde%20und,privaten%20Haushalte%20einen%20gro%C3%9Fen%20Teil%20tragen%20m%C3%BCssten. (abgerufen 27.08.2026) [7]

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/klimaawandel-kosten-wirtschaft-100.html (abgerufen 27.08.2026) [8] 

]]>
../../../kurs-2/oekologie-fuer-jeden/feed/index.html 0
Interview mit Professor Jan Philipp Hofmann: Neue Materialien für Solarzellen ../../../kurs-2/interview-mit-professor-jan-philipp-hofmann/index.html ../../../kurs-2/interview-mit-professor-jan-philipp-hofmann/index.html Thu, 27 Aug 2026 19:00:14 +0000 ../../../index.html Einleitung 

Unser Gesprächspartner war Prof. Jan Philipp Hofmann, welcher an der TU Darmstadt zu Oberflächenwissenschaft, Katalyse von Solartreibstoffen, chemische Energieumwandlung, anorganische Materialchemie und Spektroskopie forscht. Als Experte für neue Materialien zur Effizienzsteigerung von Solarzellen, lag unser Interesse besonders an Alternativen zu herkömmlichen Silizium Solarzellen. Wichtig war uns dabei zu sehen, wie der Forschungsstand aktuell ist und wie realistisch eine Flächendeckende Anwendung dieser Solarzellen ist.  

Das Interview mit Herrn Prof. Hofmann haben wir im Rahmen der Kurseinheit zur Energiegewinnung gehalten. Im Voraus haben wir uns zusätzlich zu dem Wissen über Silizium-Solarzellen noch über Perowskit informiert. Dies gehört in das Forschungsgebiet der Neuen Materialien. Zu Beginn des Interviews hat Herr Prof. Hofmann noch einmal grob den Aufbau einer Perowskit Solarzelle erläutert. Die NIP- oder PIN-Struktur besteht aus einem P-Dotierten Teil, der als Transportmaterial für Löcher fungiert. Darauf folgt die intrinsische Schicht, die nicht dotiert ist und aus dem Perowskitmaterial besteht. Ganz oben befindet sich der n-dotierte Teil, der für den Elektronentransport verantwortlich ist.  

[1] 

Forschungsbereiche und Projekte  

Prof. Hofmann arbeitet an Grundlagenforschung im Bereich der neuen Materialien für Solarzellen. Einerseits versucht er in seinen Forschungen unteranderem einen neuartigen Absorber zu entwickeln und Kontaktmaterialien auf die Absorber so anzupassen, dass die Bandlücken einen möglichst großen Teil des Lichtspektrums verwerten können, was für Effizienz sorgt. Außerdem fallen die Anwendung von Chalkogeniden (u.a. Antimonsulfide, Selenide und Barium-Zirkonium-Sulfid) bzw. weitere Salze und Materialien unter seinen Forschungsbereich. Hierbei ging es auch um die Verwendungen von Tandemmodulen mit Silizium. Essenziell sei es Ionen mit der Richtigen Größe in die Kristallgitter von Perowskiten einzusetzen, um die Größen der Bandlücken zu optimieren. Hierbei sorgen laut Prof. Hofmann größere Ionen wie Antimonselenide dafür, dass die Orbitale der Atome im Kristallgitter weniger überlappen und so kleiner Bandlücken entstehen. Den gegenteiligen Effekt haben kleinere Ionen, wie Antimonsulfide. Neue Materialien sollen in den Bereichen der Ionenmigration, Langlebigkeit und Defektchemie weiterhelfen.  

Nutzung und Zukunft von Perowskit-Solarzellen 

Silizium-Solarzellen sind aufgrund ihrer weiten Entwicklung und der bereits bestehenden Infrastruktur absolut dominant auf dem Markt. Der Einfluss des chinesischen Staates als Marktführer sorgt zusätzlich dafür, dass Silizium-Solarzellen in der breiten Anwendung aktuell nicht abzulösen sind. Allerdings ist die Skalierbarkeit von Perowskit-Solarzellen als positiv zu sehen, da diese mit vergleichsweise einfachen Herstellungsverfahren produziert werden können. Dabei ist auch ein Druckverfahren möglich, wobei mithilfe eines Polymersubstrates Schichten nacheinander aufgetragen werden und so eine hohe Skalierbarkeit erreicht werden kann. Das Problem dabei ist jedoch, dass Perowskit-Solarzellen sehr anfällig für Umwelteinflüsse sind, was die breite Anwendung erschwert. Neben äußeren Einflüssen kann es auch zur Wanderung von Iodid-Ionen kommen, was die IU-Kennlinie beeinflusst und gegebenenfalls zu Problemen führen kann. Perowskit-Solarzellen sind nur für spezielle Anwendungsbereiche, wie dem Anbringen auf Fensterscheiben (wegen ihrer Transparenz), als Tandemmodule oder im Labor anwendbar. 

Wieso ist es für neue Materialien so schwierig auf den Markt zu kommen? 

Dafür gibt es verschiedene Gründe zum einen haben Silizium-Solarzellen ihre Effizienz von 17% auf 25% in den letzten zehn Jahren gesteigert [2] und haben eine Energie Playback Zeit von einem Jahr. Zum anderen sind Siliziumsolarzellen sehr robust und haben eine Stabilität von 25 bis 30 Jahren. Dazu kommt noch das China auf die Produktion von Silizium setzt und dadurch kosten günstige Produkte auf den Markt kommen. Um Innovative Materialien an den Markt zu bringen, bräuchte es eine Staatliche Förderung in der Produktion und auch Subventionen im Vertrieb. Eine denkbare Möglichkeit wäre aktuell die Anwendung als Tandemmodule, da diese noch effizienter als reine Siliziummodule sind. Allerdings ist auch in dem Fall wieder die Langlebigkeit ein Problem. 

Quellen: 

[1] KLA Instruments™ (2026): The Ultimate Guide to Measuring Ultra-Thin Layers in Perovskite Solar Cells. AZoCleantech. Online verfügbar unter: https://www.azocleantech.com/article.aspx?ArticleID=1967 (Zugriff: 26.08.2026). 

[2] Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE (o. D.): Photovoltaics Report. Online verfügbar unter: https://www.ise.fraunhofer.de/en/publications/studies/photovoltaics-report.html (Zugriff: 19.08.2026). 

]]>
../../../kurs-2/interview-mit-professor-jan-philipp-hofmann/feed/index.html 0
Interview mit Volker Ehret: Der größte Elektrolyseur Deutschlands ../../../kurs-2/interviewmit-produktionsleiter-fuer-wasserstoff-bei-basf/index.html ../../../kurs-2/interviewmit-produktionsleiter-fuer-wasserstoff-bei-basf/index.html Thu, 27 Aug 2026 13:00:00 +0000 ../../../index.html

Vorwort:

Wir haben ein Interview mit Volker Ehret, dem Production
Hydrogen Manager bei BASF am Standort Ludwigshafen, geführt. Er hat an der
Inbetriebnahme des größten Wasserstoff-Elektrolyseurs Deutschlands mitgewirkt
(54 Megawatt Leistung). BASF möchte für
die eigene Produktion grünen Wasserstoff herstellen. Damit geht das Unternehmen
nicht nur den Schritt in eine klimafreundliche Wasserstoffproduktion, sondern
ist auf Grund der Größe ihrer Anlage der aktuelle Marktführer in dem Gebiet. Im
Folgenden werden die Haupterkenntnisse gebündelt zusammengefasst und bei Bedarf
mit weiteren im Gespräch nicht erwähnten Erklärungen ergänzt.

Wofür wird Wasserstoff Produziert?

Der produzierte Wasserstoff wird vor allem für BAFS’s
eigenen Industrie genutzt und nur zweitrangig und in kleinen Mengen an Dritte
weitergegeben. Selbst andere BASF Standorte außerhalb von Ludwigshafen sollen
nur wenig des produzierten Wasserstoffs bekommen.  Wenn es einen Überschuss gibt, wird der
Wasserstoff mit fossilen Gasen gemischt und zu Wärmeenergie umgewandelt. Ein Überschuss
ist jedoch selten, da der Elektrolyseur sehr einfach abgestellt und wieder hochgefahren
werden kann. So kann BASF Energiekosten sparen. Ein Speicher ist zur Zeit nicht
geplant, da dieser nicht wirtschaftlich und zu Auflagenreich sei.  

Aufbau:

Der Hy4Chem besteht aus 72 Stacks à 50 Zellen. Die jeweils aus einer Kathode,
einer Anode und einer semipermeablen Membran bestehen. Die Anlage läuft mit 100
mBar bei 60 °C. Die einzelnen Zellen sind durch Bipolareplatten (Bleche)
verbunden, sodass Spannung an den Anoden angelegt werden kann. In den Zellen
läuft die eigentliche Wasserstoff Elektrolyse ab. Das entstehende Gas steigt
durch Rohre auf und wird in Abscheidbehältern gesammelt. Von dort wird es in
einen einstufigen Schraubenverdichter geleitet, um den Druck auf 3 Bar zu
erhöhen. Dieser erhöhte Druck wird benötigt um im Folgenden in einem Deoxo eine
kontrollierte Sauerstoff Wasserstoff Reaktion mit Katalysator zu verrichten. Denn
trotz guter Trennwirkung der Gasprodukte durch die semipermeable Membran ist
immer noch ein Restanteil des Sauerstoffes mit dem Wasserstoff gemischt. Durch
die Reaktion verbindet sich der Restsauerstoff mit Wasserstoff und reagiert zu
Wasser. Dieses kann leicht abgetrennt werden.
Außerdem ist der Wasserstoff mit gesättigtem Wasserdampf vermischt. Um abschließend
diesen gesättigten Wasserdampf aus dem Wasserstoff zu lösen, wird eine
Gastrocknung durchgeführt, wobei das Gasgemisch gekühlt und so der Wasserdampf
kondensiert wird. In diesem Zustand kann das Gemisch in Behältern mit
Silicalgel geleitet werden, wo das flüssige Wasser gebunden wird. Die
Silicalgel Behälter werden anschließend durch warmes Gas regeneriert und das
reine Wasserstoffgas in das Gasnetz weitergeleitet, wo sein Druck auf 40 oder
350 bar erhöht wird und es zu den Produktionsanlagen fließt.

Welchen Elektrolyseurtyp wurde gewählt?

Es gibt in der modernen Wasserstoff Industrie mehrere Typen von
Elektrolyseuren, die sich mitunter darin unterscheiden, ob die Katalyse in einem
basischen oder sauren Milieu stattfindet. Aufgrund der Größe und
Einzigartigkeit des Projektes war die Wahl des Elektrolyseurs eingeschränkt.
Mit der PEM (Protonenaustauschmembran) Technologie hatte „Simens Energy“
bereits im größeren Maßstab Erfahrung. Außerdem ist die PEM-Methode aufgrund ihrer
einfachen Bedienung besonders attraktiv. Der billige Solarstrom, den BASF
verwendet und die einfache Bedienung des Systems mache den grünen Wasserstoff konkurrenzfähig
gegenüber Wasserstoff, welcher mit Fossilien Brennstoffen hergestellt wird.
Dies ist allerdings nur der Fall, wenn der Strompreis der erneuerbaren Energien
niedrig ist.

Materialien und Lebensdauer

Als Elektrodenmaterial wird ein Verbundstoff mit Iridium und
Platin verwendet. Beide Materialien sind sehr kostspielig. Laut Herrn Ehret sei
das der Hauptforschungspunkt in Bezug auf Elektrolyse. Es ginge darum Materialien
zu finden, die preiseffizienter, aber ähnlich stabil sind, um Oxidation und Reduktion
Stand zu halten. Der Elektrolyseur verwendet, weil er bereits vor 2021geplant wurde,
etwa drei mal mehr Edelmetalle  als ein heute
geplanter Elektrolyseur. Das sei jedoch nicht schlimm, weil  dadurch die Lebensdauer der Verbundstoffe
steige und die Edelmetalle recycelbar seien.

Der Elektrolyseur habe laut Herrn Ehret eine
voraussichtliche Lebensdauer von 10 Jahren. Ausschließlich die Wechselrichter
müssen alle 5 ausgetauscht werden. Jedoch ist die Lebensdauer nur eine grobe
Schätzung, weil es bisher keine Praxiserfahrung mit einer solch großen Anlage
gibt.

Wird es noch mehr Elektrolyseure in diesem Maßstab
geben?


Laut Herrn Ehret sei es noch nicht sicher, ob ein
Elektrolyseur in diesem Maßstab kommerziell funktioniert. Ebenso unsicher sei es
ob weitere Anlagen gebaut werden. Das Wichtige für BASF sei es gewesen, ein
Vorreiter zu sein und grünen Wasserstoff zu produzieren. Die Profitabilität sei
bei diesem Projekt zweitrangig gewesen. Weitere Projekte müssen jedochrentaboch
war cl sein, sonst wird keine weiter Anlage gebaut. Die Rentabilität hänge
stark von dem Abnahmeverhalten ab. Steige die Wasserstoff Nachfrage nicht deutlich,
sei das Projekt Hy4cam gescheitert, beziehungsweise nicht rentabel.

Fazit

Alles in allem ist der Elektrolyseur Hy4Chem ein
Vorzeigeprojekt des Konzerns BASF. Sie versuchen, einen wichtigen Schritt zu
gehen und grünen Wasserstoff in relevanten Mengen zu produzieren. Das Projekt
leidet etwas unter der frühen Entwichlungsphase, weil es inzwischen deutlich materialeffizienter
Bauweisen gibt. Dennoch war es wichtig, dass BASF diesen Schritt so früh gegangen
ist, sonst hätten Firmen wie Simens keine neuen Modelle entwickelt, weil sie
nicht gesehen hätten, dass es Interesse am Markt gibt. Das bedeutet, selbst
wenn das Projekt scheitert, war es ein Schritt in die richtige Richtung und ein
wichtiges Signal von einem der größten Unternehmen in der Chemieindustrie.


]]>
../../../kurs-2/interviewmit-produktionsleiter-fuer-wasserstoff-bei-basf/feed/index.html 0